Sichtbarkeit für Selbstständige – Mit Medienpräsenz zur gefragten Expertin

Wer als Unternehmerin neue Kundinnen und Kunden gewinnen möchte, braucht mehr als Fachwissen und gute Arbeit. Zwar setzen viele auf Instagram, LinkedIn oder TikTok, doch Social Media allein reicht oft nicht aus, um langfristig Bekanntheit aufzubauen. Entscheidend sind ein glaubwürdiger Expertenstatus, Medienpräsenz und ein starker digitaler Fußabdruck – gerade in Zeiten, in denen immer mehr Menschen Informationen über KI-Systeme statt klassische Suchmaschinen finden. Wie Selbstständige ihre Sichtbarkeit erhöhen und warum Pressearbeit dabei eine zentrale Rolle spielt, erklärt Medienmentorin und Journalistin Michaela Hessenberger.

Freie Berufe ziehen immer mehr Gründerinnen und Gründer an: 2025 machten sich in Deutschland rund 111.000 Menschen selbstständig, gegenüber etwa 95.000 im Jahr davor. Auffällig ist vor allem der hohe Frauenanteil: Rund 60.000 der Neugründungen entfielen laut IfM Bonn auf Frauen. Wer sich heute selbstständig macht, steht jedoch vor einer großen Herausforderung: Ohne Sichtbarkeit bleibt selbst die beste Expertise häufig unentdeckt.

Neben Businessplan und einem tragfähigen Netzwerk brauchen Selbstständige vor allem Sichtbarkeit. Denn wer nicht gesehen wird, kann nicht gebucht werden und Umsätze bleiben fern. Nicht zuletzt durch zahlreiche Sichtbarkeits-Coaches auf Social Media entsteht der Eindruck, dass Instagram, LinkedIn & Co 2026 die einzigen Kanäle wären, die Selbstständige zu ihrer Zielgruppe transportieren.

Sichtbarkeit für Selbstständige – Warum gute Arbeit allein nicht reicht

„Social Media sind wichtig, doch längst nicht alles. Viele Frauen merken schnell, dass sie selbst bei regelmäßigem Posten nicht über ihrer Bubble hinauskommen“, sagt Michaela Hessenberger. Für die Journalistin und Medienmentorin ist klar, dass „klassische“ Medien wie Zeitungen und (Online-)Magazine, Podcasts und Radio, Fernsehen und Newsletter-Formate wichtige Kanäle sind, um den Radius zu erhöhen, bekannter zu werden und das Vertrauen von Menschen zu erlangen.

Einer Redaktion das eigene Unternehmen oder Angebot vorzustellen, reicht dafür allerdings nicht aus. „Journalistinnen und Journalisten suchen keine Werbung. Sie suchen Geschichten“, sagt Hessenberger. Entscheidend sei deshalb, die eigene Expertise mit Themen zu verbinden, die für das Publikum eines Mediums relevant sind. „In fast jedem Unternehmen stecken solche Geschichten. Die Unternehmerinnen selbst erkennen sie oft nur nicht, weil sie für sie längst Alltag sind.“

Sichtbarkeit für Selbständige

Wie kommen Selbstständige in die Presse?

Wenn Michaela Hessenberger die Tageszeitung aufschlägt, bietet sich ihr ein bekanntes Bild: Zahlreiche Männer teilen in Beiträgen und Interviews ihre Expertise. Frauen kommen zwar auch zu Wort, jedoch deutlich seltener. Auch in ihrer eigenen journalistischen Arbeit erlebt Hessenberger immer wieder, dass Frauen bei Interviewanfragen zunächst zögern. „Ich wurde so oft gefragt: ,Bin ich dafür wirklich die Richtige?‘ Gleichzeitig wurde mir gleich noch ein Mann empfohlen, der sich mit dem Thema ebenfalls gut auskennt.“ Hessenberger ist seit 20 Jahren Journalistin, arbeitete viele Jahre in Redaktionen und ist bis heute selbst journalistisch tätig. Genau diesen Blick hinter die Kulissen gibt sie heute als Medienmentorin weiter, wenn sie Frauen zeigt, wie sie eigenständig und regelmäßig in wichtigen Medien stattfinden können. Ihr Ziel: Möglichst viele Frauen zu ermutigen, mit ihrem Wissen als Gesprächspartnerinnen in der Presse oder im Rundfunk aufzutauchen.

„Es ist unglaublich, wie gut Frauen sind und was sie leisten. Doch wenn sie darüber sprechen, dann klingt es, als hätten sie bloß den Geschirrspüler ausgeräumt“, berichtet Hessenberger. Diese „Bescheidenheit“ habe sie in hunderten Interviews immer wieder festgestellt. Für die Medienmentorin sei es deshalb längst an der Zeit, dass Frauen sich in relevanten Medien selbstbewusst den Platz nehmen, der ihnen mit ihrer Expertise zusteht. „Denn sonst bleiben selbstständige Frauen gut – aber unsichtbar“, sagt sie.

KI-Suche verändert die Sichtbarkeit von Selbstständigen

Dass öffentliche Sichtbarkeit heute weit über die Leserschaft eines einzelnen Mediums hinausreichen kann, zeigt noch eine andere Entwicklung: die zunehmende Recherche über KI. Die neue Art, nach Informationen zu suchen, verändert derzeit auch, wie Menschen Unternehmen und Expertinnen finden. Statt ausschließlich Suchmaschinen zu nutzen, stellen Menschen ihre Fragen zunehmend auch KI-Systemen. Und dort bekommen sie häufig keine Linkliste, sondern direkt ausformulierte Antworten und Empfehlungen.

„Wer im Netz kaum Spuren hinterlässt, macht es auch KI-Systemen schwer, die eigene Expertise überhaupt einzuordnen und läuft damit Gefahr, bei entsprechenden Anfragen schlicht nicht vorzukommen“, sagt Michaela Hessenberger. Das sei, als würde ein Unternehmen gar nicht existieren. Wie sich der Fußabdruck vergrößern lässt? Durch die eigene Webseite etwa, reale Bewertungen auf Plattformen wie der Google-Unternehmensseite oder Berichte in großen Medien. Sobald ein Artikel digital im Netz erscheint, kann dieser zur Online-Sichtbarkeit beitragen.

So bauen Unternehmerinnen einen nachhaltigen Expertenstatus auf

„Deshalb darf sich jede Selbstständige, Unternehmerin und Personal Brand mit ihrer eigenen Sichtbarkeit beschäftigen“, betont Hessenberger und weist auf den Unterschied zwischen eigenem Content und unabhängiger Medienberichterstattung hin: „Eine Person spricht dann nicht mehr nur selbst über ihre Expertise. Eine Redaktion hat entschieden, dass ihr Wissen für das Publikum des Mediums relevant ist.“

Gute Arbeit allein sorgt also noch nicht dafür, dass sich ein Name über das eigene Netzwerk hinaus verbreitet. Hessenberger erlebt bei ihren Kundinnen häufig, dass Expertise und tatsächliche Bekanntheit weit auseinanderliegen. Medien können diese Lücke verkleinern – vorausgesetzt, Selbstständige lernen, ihre Expertise nicht als Werbung, sondern als Ausgangspunkt für relevante Geschichten zu betrachten.

Dabei gehe es nicht darum, möglichst oft irgendwo aufzutauchen. „Bekanntheit allein bringt wenig. Entscheidend ist, dass Menschen einen Namen mit genau dem Thema verbinden, für das jemand stehen möchte.“ Oder anders gesagt: Das Ziel ist nicht, überall bekannt zu sein, sondern für das Richtige.

Über Michaela Hessenberger

Wie Redaktionen ticken, welche Geschichten sie suchen und warum manche Expertinnen in den Medien stattfinden und andere nicht, weiß Michaela Hessenberger aus erster Hand.
Dieses Insiderwissen gibt sie in ihrem 1:1-Medienmentoring ON THE MAP an selbstständige Frauen weiter. Diese lernen, spannende Geschichten in ihrem eigenen Business zu entdecken, die passenden Medien zu finden und Journalistinnen und Journalisten so anzusprechen, dass ihre Expertise für eine Berichterstattung interessant wird. Das Ziel: Nicht von einer PR-Agentur abhängig sein, sondern selbst wissen, wie man mit seiner Expertise in Zeitungen, Magazinen, Podcasts, Radio oder Fernsehen sichtbar werden kann.

Schnell zum Luxus: michaelahessenberger.at

Bilder: © Eva trifft ☀️

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