Rado bringt Farbe in die Zeit

Kaum eine Uhrenmarke ist so eng mit einem Material verbunden wie Rado mit Hightech-Keramik. Seit Jahrzehnten gilt das Schweizer Unternehmen als Pionier auf diesem Gebiet und beweist auch mit den aktuellen Neuheiten, dass sich innovative Materialien, anspruchsvolles Design und traditionelle Uhrmacherkunst perfekt ergänzen. Ob kunstvolle Architekturzitate, ultraflache Zeitmesser oder sportliche Taucheruhren – die neuen Modelle zeigen eindrucksvoll, warum Rado bis heute als „Master of Materials“ gilt.

Die Geschichte von Rado beginnt bereits 1917 im schweizerischen Lengnau. Damals gründeten die Brüder Schlupf ihr Unternehmen, das zunächst unter dem Familiennamen firmierte. Erst in den 1950er-Jahren entschied man sich für den international verständlichen Markennamen Rado – mit dem Ziel, weltweit neue Märkte zu erschließen. Tatsächlich gehörte Rado früh zu den ersten Schweizer Uhrenherstellern, die erfolgreich nach Asien exportierten. Schon früh setzte das Unternehmen weniger auf klassische Traditionen als auf technische Innovationen. Kratzfeste Materialien, Saphirglas und später Hightech-Keramik wurden zu den Markenzeichen der Schweizer Manufaktur.

Hightech-Keramik – Das Material, das Rado berühmt machte

1986 schrieb Rado Uhrengeschichte: Als erste Uhrenmarke brachte das Unternehmen Hightech-Keramik in die Serienproduktion und revolutionierte damit die Branche. Während klassische Keramik zwar hart, aber spröde sein kann, handelt es sich bei der von Rado entwickelten Hightech-Keramik um ein vollkommen anderes Material. Die Herstellung beginnt mit feinem Zirkoniumoxid-Pulver, das mit Farbpigmenten vermischt und anschließend unter rund 1.000 Bar Druck in Formen gespritzt wird. Nach einem mehrtägigen Sinterprozess bei rund 1.450 Grad Celsius schrumpft das Material kontrolliert zusammen und erreicht seine enorme Härte. Anschließend werden die Gehäuse mehrere Tage lang poliert und versiegelt. Erst danach erhalten sie ihre endgültige Oberfläche – hochglänzend oder matt. Insgesamt dauert die Fertigung eines Keramikgehäuses rund vier Wochen.

Das Ergebnis überzeugt nicht nur optisch. Hightech-Keramik ist außergewöhnlich kratzfest, deutlich leichter als Edelstahl, hypoallergen und passt sich innerhalb kürzester Zeit der Körpertemperatur an. Dadurch trägt sich eine Uhr nahezu wie eine zweite Haut – selbst bei hohen Sommertemperaturen oder eisiger Kälte. Eine Besonderheit stellt außerdem die sogenannte Plasma-Hightech-Keramik dar. Hier wird weiße Keramik in einem Plasmaofen bei über 20.000 Grad mit Edelgasen behandelt und erhält dadurch ihre metallisch schimmernde Oberfläche – ganz ohne Metallbeschichtung. Je nach Lichteinfall und Umgebung verändert sich ihre Wirkung und erinnert mal an Titan, mal an Edelstahl.

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Architektur am Handgelenk: Die neue True Thinline Les Couleurs™ Le Corbusier

Zu den außergewöhnlichsten Neuheiten des Jahres zählt die neue Sonderedition der True-Kollektion, die dem berühmten Schweizer Architekten Le Corbusier gewidmet ist. Drei neue Modelle greifen seine legendäre Farbenlehre auf und verbinden sie mit architektonischen Details seiner bekanntesten Bauwerke.

Besonders raffiniert sind die laserbearbeiteten Keramikzifferblätter. Deren Oberflächenstruktur orientiert sich an den Betonfassaden dreier ikonischer Gebäude Le Corbusiers – darunter die berühmte Wohnanlage in Marseille sowie Bauwerke in Cambridge und Indien. Im Inneren arbeitet ein Automatikwerk mit einer Gangreserve von 80 Stunden.

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True Square Thinline: Minimalismus in Perfektion

Noch puristischer präsentiert sich die neue True Square Thinline. Mit lediglich fünf Millimetern Gehäusehöhe zählt sie zu den flachsten Modellen der Kollektion. Möglich macht dies ein nur einen Millimeter hohes Quarzwerk. Dank der Hightech-Keramik schmiegt sich die Uhr besonders angenehm ans Handgelenk und wirkt trotz ihrer markanten quadratischen Form erstaunlich leicht. Neu sind Ausführungen in Plasma-Keramik mit bronzegoldenem Zifferblatt sowie in weißer Keramik mit violettem Zifferblatt.

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Farbenspiel mit Sonnenlicht

Einen besonderen Blickfang stellt die limitierte True Round dar. Das Modell erscheint weltweit in lediglich 888 Exemplaren und besitzt ein fototropes Zifferblatt. Unter UV-Licht verändert sich dessen Farbe sichtbar und dunkelt ähnlich wie selbsttönende Sonnenbrillen ab. Ergänzt wird das außergewöhnliche Design durch ein offenes Uhrwerk und eine Gangreserve von 80 Stunden.

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Neue Komplikationen für die Centrix

Auch die beliebte Centrix-Kollektion erhält Zuwachs. Neu sind Modelle mit Mondphasenanzeige, Perlmuttzifferblättern und zwölf Diamanten. Daneben erweitert Rado die Reihe um Open-Heart-Versionen, die den Blick auf die Unruh freigeben und ebenfalls mit 80 Stunden Gangreserve ausgestattet sind. Die Kombination aus Hightech-Keramik und Edelstahl beziehungsweise PVD-beschichtetem Stahl sorgt dabei für den eleganten Charakter der Kollektion.

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Anatom: Eine Ikone kehrt zurück

Die Anatom gehört zu den geschichtsträchtigsten Modellen von Rado. Bereits 1983 sorgte sie mit ihrem gewölbten Saphirglas und dem ergonomisch geformten Gehäuse für Aufsehen. Seit ihrer Neuauflage verbindet sie diese charakteristische Form erstmals mit Hightech-Keramik. Nach den bereits eingeführten Modellen erweitert Rado die Kollektion nun um kleinere Größen sowie neue skelettierte Varianten in mattschwarzer oder schwarz-goldener Ausführung. Die Modelle bleiben bewusst als Unisex-Uhren konzipiert und verbinden sportliche Eleganz mit höchstem Tragekomfort.

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Captain Cook wird vielseitiger

Auch die erfolgreiche Captain-Cook-Familie wächst weiter. Neben einem neuen Chronographen in Plasma-Keramik mit blauem Zifferblatt und roségoldfarbenen Akzenten präsentiert Rado erstmals die Captain Cook Over-Pole in einer deutlich klassischeren Interpretation. Besonders spannend ist außerdem die neue Captain Cook Distinct. Sie verzichtet auf die typische Taucheroptik zugunsten eines eleganteren Designs, bleibt aber vollständig aus Hightech-Keramik gefertigt. Mit 40,7 Millimetern fällt sie zudem kompakter und flacher aus als ihre sportlichen Geschwister und richtet sich damit auch an Liebhaber dezenterer Zeitmesser.

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40 Jahre Hightech-Keramik: Integral feiert Jubiläum

Ein besonderes Jubiläum begeht die Integral-Kollektion, mit der 1986 die Erfolgsgeschichte der Hightech-Keramik begann. Zum runden Geburtstag wurde die gesamte Linie überarbeitet und um eine neue Zwischengröße ergänzt, die exakt den Proportionen des historischen Originals entspricht. Zusätzlich erscheint eine auf 1.986 Exemplare limitierte Sonderedition, die zahlreiche Designelemente der ersten Integral übernimmt – vom goldfarbenen Rand im Saphirglas bis hin zu den charakteristischen Zifferblattdetails.

Was alle Neuheiten verbindet, ist der konsequente Fokus auf Materialinnovation. Rado entwickelt seine Keramik kontinuierlich weiter und verfügt heute über eine außergewöhnlich große Farbpalette von rund 20 verschiedenen Hightech-Keramikfarben. Hinzu kommen eigene Verfahren wie die Metallisierung von Saphirglas oder die Entwicklung der Plasma-Keramik, die den Charakter der Uhren maßgeblich prägen.

Die aktuellen Modelle zeigen eindrucksvoll, die Verbindung Schweizer Präzision mit innovativer Materialforschung, außergewöhnlichem Tragekomfort und einem Design, das Architektur, Kunst und Technologie auf elegante Weise zusammenführt.

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Bilder: ©Rado

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