Eine echte Prinzessin ist erst dann zufrieden, wenn sie auf 20 Matratzen schläft und darunter keine Erbse mehr liegt. Dem erholungssuchenden Urlaubsgast genügt bereits eine gute Matratze, um halbwegs erholt im fremden Bett aufzuwachen. Und wenn an Stelle der störenden Erbse eine helfende Bohne ins Spiel kommt, umso besser. Ja, Sie hören richtig: Im Biohotel theiner’s garten betten Sie sich auf Sojamatratzen.
Der aus Sojaöl hergestellte Kaltschaum gilt als besonders umweltfreundlich, atmungsaktiv, formstabil, antibakteriell und antiallergisch – eine bewusste Entscheidung der Gastgeber, nachdem Naturkautschuk in gleichbleibend hoher Qualität schwer verfügbar war. In Kombination mit dem angenehm beruhigenden Duft des in den Räumen verbauten Zirbenholzes entsteht ein Schlafklima, das nachweislich den Herzschlag senken und die Regeneration fördern kann. Dass hier nicht nur behauptet, sondern durchdacht umgesetzt wird, zeigt sich in vielen Details: Vollholzmöbel statt furnierter Platten, abgeschirmte Stromleitungen gegen Elektrosmog, kein WLAN im Zimmer, keine Minibar, kein Fernseher – zumindest nicht standardmäßig. Was zunächst ungewohnt erscheint, entfaltet schnell seine Wirkung: Ruhe wird im Biohotel theiner’s garten nicht nur versprochen, sondern konsequent ermöglicht.

theiner’s garten – Wie ein Obsthof zum Vorzeige-Biohotel wurde
Geräumige Zimmer mit Balkon öffnen den Blick auf eine Landschaft, die zugleich Ursprungsort und Herzstück des Hotels ist. Denn theiner’s garten ist aus einem landwirtschaftlichen Betrieb heraus entstanden und diese Wurzeln sind bis heute spürbar. Der angrenzende, rund sieben Hektar große Obsthof wird seit den 1980er-Jahren nach biologisch-dynamischen Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Was einst als Pionierarbeit im Biohandel begann, führte über einen eigenen Großhandel für Naturkost schließlich zur Idee eines Biohotels. Als sich Investoren gegen die konsequent baubiologische Bauweise aussprachen, entschied sich die Familie kurzerhand, selbst das Risiko einzugehen. Seit 2009 steht das Hotel nun, gebaut in innovativer Holzbauweise, bei der ganze Zimmermodule vorgefertigt wurden und täglich mehrere Einheiten „wuchsen“. Bis heute besteht das Gebäude zu rund 90 Prozent aus recycelbaren Materialien, gedämmt mit Holzfaser und Kork statt synthetischer Stoffe. Der Pool ist aus Edelstahl statt PVC gebaut, Fenster wurden ohne Montageschaum eingesetzt, sondern traditionell mit natürlichen Materialien abgedichtet. Selbst Fitnessgeräte stehen bewusst im Außenbereich. Bewegung soll hier nicht im abgeschlossenen Raum stattfinden, sondern in der Natur.

Auch kulinarisch wird dieser Anspruch gelebt: Die Küche arbeitet zu 100 Prozent mit biologischen Lebensmitteln und bereitet alle Speisen frisch zu – ohne Mikrowelle, ohne vorverarbeitete Produkte. Was auf den Teller kommt, richtet sich zumeist nach Saison und Ernte. Äpfel vom Hof werden nicht nur auf heimischen Märkten verkauft, sondern sind auch im Haus allgegenwärtig: frisch, als Saft oder auch getrocknet als Snack für Zwischendurch. Auf den Dachterrassen des Hotels wachsen Salate, Mangold und Kräuter, die für wahrhaft frische Vitamine sorgen.

Natürlich erholen im Meraner Land
Natur ist allgegenwärtig: Ein rund 1,5 Kilometer langer Rundweg führt Gäste direkt über den Hof, vorbei an Apfelbäumen, mit Informationstafeln zur Landwirtschaft – und der Einladung, barfuß zu laufen, zu beobachten, zu verstehen. Im theiner’s garten kommt man zur Ruhe und das auf ganz unterschiedliche Weise: aktiv beim Wandern im Meraner Land, beim Training auf der überdachten Freiluftterrasse oder im Pool, relaxt beim Lesen oder Träumen auf Schaukeln unter schattigen Bäumen oder auf in der Natur versteckten Daybetten, entspannt bei Yoga, in der Saunalandschaft oder durch individuell abgestimmten Massagen. Im Spa geht es nicht um standardisierte Anwendungen, sondern um persönliche Bedürfnisse: Statt starrer Programme wird gemeinsam mit dem Gast herausgefunden, was gerade guttut. Ein eigens entwickeltes System hilft dabei, den aktuellen „Erholungstyp“ zu bestimmen.

Die Gäste? Vor allem Menschen, die bewusst reisen. Viele kommen gezielt wegen des Bio-Konzepts, andere entdecken das Haus zufällig – und bleiben. Denn was hier geboten wird, geht über das hinaus, was „nachhaltig“ heute oft bedeutet. Während anderswo bereits ein Regenwassertank als ökologisches Statement gilt, ist theiner’s garten ein Ort, an dem Nachhaltigkeit ganzheitlich gedacht wird, von der Landwirtschaft über die Architektur bis hin zur Küche.

Das Biohotel theiner‘s garten in Gargazon bei Meran ist nicht nur das erste von Demeter empfohlene Hotel Italiens, sondern wurde auch 2019 von Klimahost als das klimafreundlichste Hotel der Alpen ausgezeichnet.
„Denn wie man sich bettet, so liegt man“, heißt es bei Brecht und Weill. Im theiner’s garten bedeutet das mehr als nur guten Schlaf. Es ist eine Einladung, bewusster zu leben – zumindest für die Dauer eines Aufenthalts. Und vielleicht auch darüber hinaus.
Schnell zum Luxus: theinersgarten.it
Bilder: ©Emi Massmer, theiner‘s garten, Jessica Bachmann
