Es beginnt mit einem Gedanken aus der Antike – und endet barfuß im warmen Sand. Der berühmte Kelch des Pythagoras, ausgestellt im archäologischen Museum von Pythagorion, steht sinnbildlich für Maß, Balance und Achtsamkeit. Eine Idee, die auf Samos nicht museal wirkt, sondern erstaunlich lebendig. Vielleicht auch deshalb fühlt sich ein Aufenthalt im Casa Cook Samos nicht wie klassischer Urlaub an, sondern wie ein sanftes Zurückfinden zu einem ruhigeren Rhythmus.
Eingebettet in eine fast waldähnliche Landschaft, vor der üppigen Küstenkulisse der nordöstlichen Ägäis und nur wenige Minuten von Pythagorion entfernt, liegt das Casa Cook Samos wie ein modernes, neu interpretiertes samisches Dorf. Keine imposante Lobby, kein großes Ankommen – stattdessen Wege, kleine Häuser, Pools, die sich wie Lagunen zwischen Olivenbäumen und mediterranen Pflanzen öffnen. Das Design folgt der Casa-Cook-DNA: reduziert, erdig, natürlich. Viel Holz, Stein, Leinen, Keramik – Materialien, die altern dürfen und dadurch erst schön werden. Warme Sand- und Beigetöne treffen auf dunkle Akzente, handgefertigte Details und eine Architektur, die sich bewusst zurücknimmt. Alles wirkt durchdacht, aber nie inszeniert. Luxus zeigt sich hier nicht im Überfluss, sondern in der Selbstverständlichkeit.

Die 128 Zimmer verteilen sich locker über das Gelände, viele mit direktem Poolzugang oder privaten Terrassen. Morgens fällt das Licht weich durch die Vorhänge, abends hört man Grillen und das leise Plätschern des Wassers. Heimeligkeit ist hier kein Konzept, sondern ein Gefühl. Was das Casa Cook Samos besonders macht, sind die Menschen. Die Mitarbeiter begegnen Gästen nicht mit distanzierter Professionalität, sondern mit einer stillen, ehrlichen Herzlichkeit. Man wird erkannt, nicht registriert. Gespräche entstehen beiläufig – beim Frühstück, an der Bar, beim Yoga am Morgen.
Gerade diese Unaufdringlichkeit macht den Aufenthalt so angenehm. Niemand drängt sich auf, alles darf, nichts muss. Wer will, findet schnell Anschluss – wer Ruhe sucht, bekommt sie genauso. Besonders schön sind die Abende. Wenn die Sonne langsam hinter den Hügeln versinkt, beginnt im Casa Cook jene Zeit, in der aus Gästen oft Gemeinschaft wird. Gemeinsame Grillabende, lange Holztische, offenes Feuer, einfache, exzellente Produkte: gegrilltes Gemüse, frischer Fisch, Fleisch, Kräuter aus der Region. Dazu Wein von Samos, leise Musik, Gespräche, die sich verlieren dürfen.

Unter dem Sternenhimmel entsteht eine Atmosphäre, die man nicht planen kann – sie passiert einfach. Vom Frühling bis in den Spätherbst ist das Casa Cook Samos ein Rückzugsort für alle, die bewusst reisen. Besonders in der Nebensaison zeigt sich die Insel von ihrer schönsten Seite: milde Temperaturen, leere Strände, Zeit. Yoga-Sessions im Freien, sechs Pools, der ruhige Strand direkt vor der Tür – alles fügt sich zu einem Lebensgefühl, das entschleunigt, ohne asketisch zu sein. Attraktive Angebote für längere Aufenthalte machen es leicht, einfach zu bleiben.

Samos entdecken – zwischen Delfinen, Wind und Geschichte
Samos ist überraschend vielseitig. Wer das Meer liebt, kann Boote mieten und mit etwas Glück Delfine beobachten, die regelmäßig vor der Küste gesichtet werden. Der stetige Wind macht die Insel außerdem zu einem Hotspot für Kitesurfer – besonders an den offenen Stränden zeigt sich die Energie der Ägäis von ihrer sportlichen Seite. Kulinarisch lohnt sich ein Abstecher nach Pythagorion, etwa ins Restaurant Sama: modern interpretierte griechische Küche, entspannte Atmosphäre, ehrliche Aromen – perfekt für einen langen Abend am Wasser. Ein kultureller Fixpunkt bleibt das Archäologische Museum von Pythagorion. Der Kelch des Pythagoras wirkt hier fast wie ein stiller Kommentar zur Gegenwart – und passt erstaunlich gut zu dem Lebensgefühl, das viele Reisende auf Samos suchen.

Metaxa LIKNON – Architektur, Landschaft und Genuss
Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch von Metaxa LIKNON. Hoch oben bei Vourliotes, eingebettet in terrassierte Muscat-Weinberge, liegt dieses architektonisch beeindruckende Ensemble wie eine moderne Akropolis des Genusses. Die Architektur ist klar, geometrisch, fast meditativ: Naturstein, Sichtbeton, Holz und Glas verschmelzen mit der Landschaft. Gebäude öffnen sich zur Ägäis, Wege führen durch Reben, Schattenplätze laden zum Verweilen ein. Nichts dominiert – alles folgt der Topografie.

Hier wird Metaxa nicht erklärt, sondern erlebbar gemacht. Die Verbindung aus samischem Muscatwein, Weindestillaten und mediterranen Botanicals wird verständlich, wenn man durch die Weinberge geht, den Wind spürt und den Blick schweifen lässt. Tastings bei Sonnenuntergang gehören zu jenen Momenten, die lange nachwirken.
Das Casa Cook Samos ist kein Hotel, das beeindrucken will. Es überzeugt leise – durch Atmosphäre, Haltung und Details. Es ist ein Ort für Menschen, die Design schätzen, aber keine Bühne brauchen. Für Reisende, die Luxus nicht mit Lautstärke verwechseln. Und für alle, die – ganz im Sinne von Pythagoras – gelernt haben, dass Maßhalten oft der größte Reichtum ist.
Schnell zum Luxus: casacook.com
Text: Sabrina Holland
Bilder: ©Casa Cook, Metaxa Liknon, Sabrina Holland
