Das Anassa Hotel im Wandel – Renovierung, neue Kulinarik und authentische Erlebnisse auf Zypern

Kaum ein Luxushotel auf Zypern genießt einen ähnlich legendären Ruf wie das Anassa. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1998 gilt das Resort an der Akamas-Halbinsel als Inbegriff mediterraner Eleganz. Seit mittlerweile elf Jahren lenkt General Manager Sebastian Wurst die Geschicke des Hauses – eine bemerkenswert lange Zeit in einer Branche, die von ständiger Veränderung geprägt ist. Im Interview spricht er über seine persönliche Verbindung zu Zypern, die Herausforderung einer behutsamen Renovierung, neue kulinarische Konzepte und darüber, warum authentische Erlebnisse für Gäste heute wichtiger sind denn je.

Herr Wurst, Sie sind bereits seit elf Jahren General Manager des Anassa Hotels. Was hat Sie damals nach Zypern geführt und was bewegt, so lange zu bleiben?

Als ich nach Zypern kam, wusste ich ehrlich gesagt nicht besonders viel über die Insel. Ich habe mich aber sehr schnell an den Lebensstil hier gewöhnt. Es ist einfach, Menschen kennenzulernen, vieles ist unkompliziert und natürlich spielt auch das tolle Klima eine große Rolle. Der eigentliche Grund, warum ich gekommen bin, war jedoch das Hotel selbst. Ich kannte das Anassa bereits aus meiner vorherigen Tätigkeit, da beide Häuser zur Gruppe der Leading Hotels of the World gehörten. Besonders die Architektur und die außergewöhnliche Lage haben mich fasziniert. Dazu kommt, dass das Anassa ein unabhängiges Familienhotel ist und kein großer Kettenbetrieb. Dadurch kann man Dinge schneller umsetzen und aktiv gestalten. Das Anassa hat sich hervorragend entwickelt – und daran mitzuwirken, ist sehr erfüllend.

Anassa
Sebastian Wurst

Das Anassa Hotel ist generell bekannt für seine außergewöhnlich hohe Mitarbeiterbindung. Was macht das Haus als Arbeitgeber besonders?

Wir haben tatsächlich viele Mitarbeiter, die seit der Eröffnung des Hotels bei uns arbeiten. Einige Kollegen begleiten das Anassa also bereits seit fast drei Jahrzehnten. Das ist etwas sehr Besonderes. Gleichzeitig ist es wichtig, neue Mitarbeiter ins Team zu integrieren. Der richtige Mix aus langjährigen Mitarbeitern und neuen Impulsen sorgt dafür, dass Erfahrung und frische Ideen zusammenkommen.

Derzeit wird das Hotel umfassend renoviert. Wie gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne?

Das Hotel wurde 1998 eröffnet und nach fast drei Jahrzehnten war es Zeit für eine größere Auffrischung. Die Herausforderung dabei ist, dass wir sehr viele treue Stammgäste haben, die das Anassa genau so lieben, wie es ist. Gleichzeitig möchten wir auch neue Gäste ansprechen, die andere Erwartungen an Design und Komfort haben. Deshalb verfolgen wir einen sehr behutsamen Ansatz. Wir modernisieren die Zimmer, ohne den charakteristischen Stil des Hauses zu verändern. Die mediterrane Architektur, die Nähe zur Natur und die bewusst zurückhaltende Eleganz sollen unbedingt erhalten bleiben. Das Anassa soll sich weiterentwickeln, ohne seine Identität zu verlieren.

Anassa

Welche Bereiche wurden bereits erneuert?

Insgesamt 76 Zimmer und Suiten wurden in sanften Farbtönen, mit natürlichen Materialien und fein abgestimmten Details neugestaltet und interpretieren mediterrane Eleganz zeitgemäß neu. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Neugestaltung unserer Bar. Die Terrasse ist einer der beliebtesten Orte des gesamten Hotels – nicht nur für Hausgäste, sondern auch für viele Einheimische, die hier auf einen Drink vorbeikommen. Deshalb war es besonders spannend zu beobachten, wie positiv das neue Design aufgenommen wurde. Die Renovierung wird in den kommenden Jahren weitergehen. Weitere Zimmerkategorien sowie zusätzliche öffentliche Bereiche stehen bereits auf dem Plan.

Auch kulinarisch hat sich einiges verändert. Was steckt hinter dem neuen Konzept im Amphora Restaurant?

Die größte Veränderung betrifft unser Restaurant Amphora. Früher war es ein klassisches Buffetrestaurant. Buffets werden heute jedoch zunehmend kritisch gesehen und passen nicht immer zu dem, was Gäste unter modernem Luxus verstehen. Deshalb haben wir das Konzept vollständig auf À-la-carte-Service umgestellt. Auf der Speisekarte stehen erstklassige Fleischstücke aus Japan und den Vereinigten Staaten, Freilandgeflügel, Schweinefleisch aus regionaler Haltung sowie wild gefangene Meeresfrüchte aus dem Mittelmeer. Das saisonale Gemüse stammt aus regionalem Anbau und wird auf einfache Weise zubereitet, damit seine Qualität und sein Geschmack voll zur Geltung kommen. Besonders erfreulich ist, dass viele Gäste mehrfach während ihres Aufenthalts in dieses Restaurant zurückkehren.

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Ein besonderes Erlebnis ist der zypriotische Abend im Village Square. Was erwartet die Gäste dort?

Die Idee dahinter ist, die Atmosphäre einer traditionellen zypriotischen Taverne direkt ins Hotel zu holen. Viele Gäste möchten die lokale Kultur erleben, ohne dafür das Resort verlassen zu müssen. Einmal pro Woche verwandelt sich der Innenhof in ein Pop-up-Restaurant mit regionalen Spezialitäten, die typisch für die Region sind. Dazu gibt es Live-Musik, traditionelle Tänze und Einblicke in die Herstellung lokaler Produkte. Uns ist dabei wichtig, dass alles authentisch bleibt und nicht folkloristisch wirkt. Es soll ein echtes Stück Zypern vermitteln.

Welche neuen Angebote entwickeln Sie außerdem aktuell für Ihre Gäste?

Ein großer Fokus liegt auf unseren sogenannten Bespoke Experiences. Dabei geht es um individuelle Erlebnisse, die über klassische touristische Aktivitäten hinausgehen. Wir arbeiten dafür mit lokalen Persönlichkeiten zusammen: Ein Töpfer gibt beispielsweise Workshops direkt im Hotel, Gäste können an Sound-Therapien teilnehmen oder besondere Reiterlebnisse buchen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Aktivität selbst, sondern die Menschen dahinter. Unsere Gäste lernen interessante Persönlichkeiten kennen und erhalten dadurch einen viel authentischeren Zugang zur Insel.

Schnell zum Luxus: anassa.com

Bilder: ©Anassa

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