Ein Sofa ist Rückzugsort, Treffpunkt und Spiegel des eigenen Lebensstils. Genau hier setzt Livom an. Das junge Unternehmen aus Deutschland hat sich auf modulare, waschbare Sofas spezialisiert, die Design, Komfort und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Gegründet wurde Livom von Tamara und Sandro Haag, die ihre Erfahrung aus der Digitalbranche genutzt haben, um ein Produkt zu entwickeln, das dem modernen Wohnen gerecht wird und bewusst gegen die Wegwerfmentalität arbeitet. Im Interview sprechen die beiden über die Entstehungsgeschichte ihrer Marke, Nachhaltigkeit und warum Fokus für sie der wichtigste Wachstumstreiber ist.
Tamara und Sandro, wie seid ihr auf die Idee gekommen, Livom zu gründen?
Sandro Haag: Die Idee zu Livom entstand aus unserer Arbeit in der Digitalagentur und der besonderen Zeit während der Corona-Pandemie. Durch unsere Digital-Marketing-Agentur hatten wir bereits umfassende E-Commerce-Erfahrung, die passende Infrastruktur und den täglichen Austausch mit unterschiedlichsten Kund:innen. Gleichzeitig trugen wir schon länger den Wunsch in uns, ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen. Während der Pandemie rückte das eigene Zuhause für viele Menschen stärker in den Fokus – als Rückzugsort und Ruhepol. Auch wir haben uns intensiver mit unserem Wohnraum beschäftigt und dabei gemerkt, wie zentral Möbel für das persönliche Wohlbefinden sind.
Tamara Haag: Uns war schnell klar, dass das Sofa dabei eine Schlüsselrolle spielt: als Ort zum Entspannen, Zusammenkommen und Abschalten. Gleichzeitig haben wir im Markt viele Angebote gesehen, die weder flexibel noch nachhaltig waren. Daraus entstand die Idee, mit Livom modulare Sofas zu entwickeln, die Design, Komfort und Nachhaltigkeit vereinen. Livom wurde so nicht nur unser eigenes Produkt, sondern auch ein Testfeld, um neue Ideen und Ansätze aus der Agenturarbeit direkt an der eigenen Marke zu erproben.

Was bedeutet der Name Livom?
Sandro Haag: Livom setzt sich aus den Begriffen Living und Home zusammen. Genau diesen Lebensbereich bespielen wir mit unserer Marke. Uns war wichtig, dass der Name eine emotionale Verbindung zum Wohnen schafft – auch wenn er sich nicht sofort entschlüsselt. Dass die passenden Domains dann auch noch verfügbar waren, war für uns das klare Zeichen, dass es dieser Name sein sollte.
Livom steht für modulare, waschbare Sofas. Wie entstand die Entscheidung für genau dieses Produkt?
Tamara Haag: Wir haben Livom 2021 gegründet, in einer Zeit, in der das Zuhause für viele Menschen zum Lebensmittelpunkt wurde. Uns war von Anfang an klar, dass wir nur Produkte anbieten wollen, die echten Mehrwert liefern, den Alltag vereinfachen und nachhaltig produziert sind. Modulare Sofas lösen viele alltägliche Probleme: Ändert sich die Wohnsituation, können Module unkompliziert hinzugefügt oder entfernt werden. Bei Lust auf Veränderung sorgt ein neuer Bezug sofort für einen neuen Look. Und sollte es Flecken geben – was ganz normal ist, wenn das Leben stattfindet – kommen die Bezüge einfach in die Waschmaschine und sehen danach wieder aus wie neu.

Livom – waschbar, modular, nachhaltig
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für euch persönlich – und wie prägt sie eure Unternehmenskultur?
Sandro Haag: Nachhaltigkeit ist für uns kein Marketing-Claim, sondern eine Lebenseinstellung, die wir privat wie unternehmerisch so konsequent wie möglich leben. Bei Livom beginnt das schon im Kleinen: Wir waren von Tag eins an ein vollständig digitales Unternehmen – Papierberge sucht man bei uns vergeblich. In unserer Unternehmenskultur fördern wir ein Bewusstsein dafür, dass „neu“ nicht immer „besser“ sein muss, wenn das Bestehende durch Qualität und Anpassungsfähigkeit überzeugt. Unser Produkt ist durch seine Modularität und Langlebigkeit bereits ein klares Statement gegen die Wegwerfgesellschaft.
Tamara Haag: Wir möchten zeigen, dass moderner Lifestyle und ökologische Verantwortung kein Widerspruch sind. Das prägt auch unser Team. Wir hinterfragen Prozesse kontinuierlich – von der Verpackung bis zum Versand –, um unseren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Ein wesentlicher Unterschied zu vielen Mitbewerbern ist unser Fokus auf die Produktion in Europa. Während ein Großteil der Möbelindustrie auf Massenware aus Fernost setzt, war für uns klar: Wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen, dürfen unsere Sofas nicht erst einmal um die halbe Welt transportiert werden.

Plant ihr, das Sortiment über Sofas hinaus zu erweitern?
Tamara Haag: Die Versuchung ist natürlich groß, unser Konzept auf andere Möbelkategorien zu übertragen. Unsere Strategie ist hier jedoch ganz klar: Fokus. Aktuell konzentrieren wir uns bewusst ausschließlich auf Sofas. Unser Ziel ist es, in diesem Bereich nicht nur mitzuspielen, sondern Marktführer zu werden. Ein Sofa ist das Herzstück des Wohnzimmers und zugleich eines der komplexesten Möbelstücke in Herstellung und Logistik.
Sandro Haag: Wir sind überzeugt, dass echte Innovation und herausragende Qualität nur dann entstehen, wenn man seine Energie bündelt. Für uns ist das Sofa der Kern. Wir entwickeln unsere modularen Systeme kontinuierlich weiter und investieren stark in noch langlebigere, nachhaltigere Stoffe. Bevor wir über andere Möbel nachdenken, wollen wir erreichen, dass jede:r, der an ein modulares, nachhaltiges Sofa denkt, automatisch Livom im Kopf hat. Erst wenn wir diese Kategorie europaweit geprägt haben, wäre der nächste Schritt in andere Wohnbereiche sinnvoll. Aktuell gilt unsere volle Aufmerksamkeit dem Wohnzimmer.
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Bilder: ©Livom
