Zwischen fränkischer Weinlandschaft, Designer-Boutiquen und Open-Air-Flair entfaltet sich in diesem Sommer ein außergewöhnliches Kunstprojekt: Mit der großformatigen Installation „Mille Miroirs“ des französischen Künstlers Cyril Lancelin wird das Wertheim Village zur Bühne für ein immersives Kunsterlebnis. Im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 verwandelt die Installation bis Ende August den öffentlichen Raum in eine schimmernde Welt aus Reflexionen, Licht und Bewegung.
Schon beim ersten Blick zieht „Mille Miroirs“ Besucher in ihren Bann. Goldene und silberne Kugeln, spiegelnde Oberflächen und modulare Strukturen formen eine Landschaft, die sich ständig verändert. Statt Kunst lediglich zu betrachten, werden Gäste Teil des Werkes: Sie durchschreiten Tore und Passagen, verweilen auf integrierten Sitzflächen und erleben, wie sich Perspektiven und Raumeindrücke mit jedem Schritt wandeln.
„Durch Mille Miroirs zu gehen bedeutet, in eine reflektierende, traumhafte Landschaft aus Licht, Schatten und Bewegung einzutreten“, beschreibt Lancelin seine Arbeit. Tatsächlich lebt die Installation von der Interaktion. Jeder Besucher erzeugt neue Blickwinkel und verändert damit das Gesamterlebnis. Kunst wird hier zu einem offenen Dialog zwischen Werk, Raum und Mensch.

Kunst zwischen Architektur und Alltag
Der Künstler, der ursprünglich als Architekt tätig war, bewegt sich seit Jahren an der Schnittstelle von Kunst, Design und Raumgestaltung. Seine Installationen entstehen stets im Austausch mit ihrer Umgebung und stellen Fragen danach, wie Räume wahrgenommen und erlebt werden. Mit „Mille Miroirs“ gelingt ihm eine Verbindung aus skulpturaler Ästhetik und spielerischer Zugänglichkeit.
Gerade diese Offenheit macht das Projekt zu einem idealen Bestandteil der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. Unter dem Motto „Design for Democracy – Atmospheres for a better life“ möchte das internationale Programm zeigen, wie Gestaltung den Alltag bereichern und für alle Menschen zugänglich werden kann. Die Installation ist frei zugänglich und lädt Besucher unabhängig von Alter, Herkunft oder Kunstwissen dazu ein, sich auf neue Perspektiven einzulassen.
Wertheim Village als Kulturplattform
Dass die Arbeit ausgerechnet im Wertheim Village präsentiert wird, ist kein Zufall. Die Lifestyle-Destination, eingebettet in die Weinlandschaft des Taubertals entlang der Romantischen Straße, versteht sich längst nicht mehr ausschließlich als Shopping-Ziel. Als Teil der international vertretenen The Bicester Collection gehört Kunst seit Jahren zum festen Bestandteil des Erlebniskonzepts.

Die Installation nutzt die offene Architektur des Villages auf besondere Weise. Zwischen den Gassen, Plätzen und Boutiquen entstehen überraschende Begegnungen mit Kunst, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen und gleichzeitig neue Blickachsen eröffnen. So wird der Besuch zu einer Entdeckungsreise, die weit über den klassischen Einkaufsbummel hinausgeht.
Vom Village in die Frankfurter Skyline
Die Wirkung von „Mille Miroirs“ endet jedoch nicht in Wertheim. Parallel zur Präsentation im Village sind Teile der Installation auch in Frankfurt zu sehen. So zieht sich das Projekt bis in die Lobby und die Dachterrasse des Kimpton Main Frankfurt hinein, wo die reflektierenden Elemente einen spannenden Dialog mit der modernen Architektur des Hotels eingehen.

Ein weiteres Werkstück wurde zudem vor dem Frankfurter Skyline-Panorama bei Elaine’s Deli installiert. Damit erweitert sich die Installation in den urbanen Raum und setzt ihre Auseinandersetzung mit Bewegung, Architektur und öffentlichem Leben fort.
Mit „Mille Miroirs“ zeigt Cyril Lancelin eindrucksvoll, wie Kunst Räume verändern kann. Die Installation schafft Orte des Staunens, der Begegnung und der Entschleunigung – und erinnert daran, dass Gestaltung nicht nur in Museen stattfindet, sondern mitten im Alltag.
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Bilder: ©Cyril Lancelin, Wertheim Village
