Zwischen den weißen Felsen der Ostküste von Rhodos, jahrhundertealten Olivenbäumen und dem türkisfarbenen Meer eröffnete kürzlich das AMOH, a Luxury Collection Resort, Rhodes. Ein Urlaubsrefugium, das seine Identität nicht nur aus moderner Architektur, sondern vor allem aus der Geschichte seines Standortes schöpft.
Diese begann nämlich lange, bevor hier die ersten Gäste eincheckten. Mitten durch die Anlage zieht sich ein antiker Steinbruch. Genau hier wurde einst jener helle Kalkstein gewonnen, aus dem unter anderem die Akropolis von Lindos entstand. Was für viele Hotelentwickler ein Hindernis gewesen wäre, wurde im AMOH zum gestalterischen Mittelpunkt. Das gesamte Resort wurde um dieses geschützte Natur- und Kulturdenkmal herum geplant.
Diese Verbindung von Geschichte und Gegenwart zieht sich konsequent durch das gesamte Haus. Schon der Name AMOH ist kein Zufall. Er wurde eigens für das Resort entwickelt und leitet sich vom griechischen Wort Ammos – Sand – ab. Sand, Stein und Meer bilden die gestalterischen Grundelemente der Anlage. Unter der Leitung des Architekten Savvas Kampouropoulos und der Innenarchitekten von Studio Lost entstanden Gebäude, die sich mit Naturstein, Mosaiken und warmen Erdtönen harmonisch in die Landschaft einfügen. Hochwertige Materialien, feine Texturen und viel natürliches Licht prägen das Ambiente.

Viele der 197 Zimmer und Suiten verfügen über private Pools und großzügige Terrassen mit Blick auf das Meer. Überhaupt spielt Privatsphäre eine zentrale Rolle. Selbst rund um den weitläufigen Hauptpool wirkt die Anlage niemals überfüllt. Farbige Stoffe, eigens entworfene Sonnenschirme und außergewöhnliche Möbel verleihen dem Poolbereich eine moderne Leichtigkeit. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Strand. Die Sonnenliegen verteilen sich über mehrere Ebenen, sodass jeder Gast einen freien Blick auf das Meer genießt. Obwohl griechische Strände grundsätzlich öffentlich sind, vermittelt die Gestaltung ein Gefühl angenehmer Exklusivität.

Mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Architektur widmet das AMOH seiner Kulinarik. Die Gäste erwartet eine kleine Genusswelt mit acht eigenständigen Restaurants und Bars. Bemerkenswert ist dabei, dass nicht zuerst die Einrichtung entstand, sondern die Speisekarten. Erst nachdem die kulinarischen Konzepte entwickelt waren, wurden Farben, Materialien, Musik und sogar die Uniformen der Mitarbeitenden darauf abgestimmt.
Das italienische Restaurant Cava di Pietra liegt direkt am historischen Steinbruch. Die blauen Keramiken erinnern an die Amalfiküste, handgemachte Pasta und Pizza treffen auf mediterrane Klassiker, während der Blick über das archäologische Gelände schweift. Ganz anders präsentiert sich das Glaze Steak House. Dunkle Hölzer, Leder und warme Lichtstimmungen schaffen beinahe die Atmosphäre eines New Yorker Private Clubs. Auf dem Josper-Grill garen Prime Cuts aus aller Welt, daneben entstehen Sushi- und Teppanyaki-Gerichte. Selbst Gäste, die auf Fleisch verzichten, finden überraschend kreative vegetarische Alternativen. Leichtigkeit prägt das Seafood-Restaurant Kymata – griechisch für Wellen. Fisch, Meeresfrüchte und Krustentiere stehen im Mittelpunkt, während die Terrasse pünktlich zum Sonnenuntergang zu den schönsten Plätzen des Resorts wird. Wenn die letzten Sonnenstrahlen die Ägäis in Pastelltöne tauchen, versteht man schnell, warum viele Gäste ihren Abend genau hier verbringen.

Auch die Patisserie Oniro ist weit mehr als ein Ort für einen schnellen Espresso. Oniro bedeutet „Traum“ und genau das scheint das Konzept zu sein. Sämtliche Desserts, Backwaren und Eissorten entstehen täglich frisch im Haus. Besonders neugierig macht das traditionelle Kaimaki-Eis mit Masticha, dem aromatischen Harz des Mastixbaums. Sein Geschmack ist überraschend: leicht harzig, floral und unverwechselbar griechisch. Daneben locken luftig-leichte Pavlova, Loukoumia und regionale Spezialitäten, die zeigen, wie vielfältig die griechische Patisseriekunst ist.
Über das gesamte Resort verteilt wachsen 197 Olivenbäume – einer für jedes Zimmer. Jeden Mittag lädt das Hotel zu einer kleinen Olivenölverkostung ein. Gäste probieren verschiedene Sorten regionaler Produzenten, erfahren mehr über die jahrtausendealte Bedeutung des Olivenbaums für Griechenland und entdecken sogar kandierte Oliven, die traditionell als Dessert in Sirup serviert werden. Solche kleinen Erlebnisse machen deutlich, dass das AMOH seinen Gästen nicht nur Komfort bieten möchte, sondern ihnen zugleich die Kultur der Insel näherbringt.

Dieser Gedanke setzt sich im Elispa fort. Das Wellnessangebot des Resorts basiert auf einem Spa-Konzept, das von den fließenden Formen der Natur inspiriert ist. Es umfasst eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Behandlungen und modernen Therapien, die sich an den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer orientieren. Die sogenannten „Elemental Journeys“ führen die Gäste durch intensive Rituale, die das innere Gleichgewicht fördern und eine tiefere Verbindung zur Natur schaffen sollen. Regionale Zutaten wie rhodisches Olivenöl fließen ebenso in die Anwendungen ein wie moderne Wellnesskonzepte. Ergänzt wird das Angebot durch Reformer-Pilates, Tennis sowie individuell entwickelte Signature Treatments, die eigens für diesen Standort konzipiert wurden.

Auch abseits von Wellness und Gastronomie zeigt sich die Liebe zum Detail. In der Lobby präsentiert ein Greek Designer Store limitierte Kollektionen griechischer Designer und bietet damit eine Bühne für lokales Kunsthandwerk. Wenige Schritte weiter verbirgt sich hinter einer unscheinbaren Tür eine kleine Cigar Lounge für nur sechs Gäste. Maßgefertigte Humidore, ausgewählte Cognacs und Whiskys sowie eigens entworfene Möbel schaffen einen intimen Rückzugsort.
Das AMOH, a Luxury Collection Resort, Rhodes versteht sich als Einladung, Rhodos mit allen Sinnen zu entdecken – durch seine Landschaft, seine Geschichte, seine Aromen und seine Handwerkskunst. Gerade diese authentische Verbindung zur Insel macht das neue Resort zu einer der spannendsten Hoteleröffnungen im Mittelmeerraum.
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Bilder: ©Wavemaker Hospitality
