Sonnenschutz im Cabrio – Vollgas Richtung Sonne

Sonnenschutz im Cabrio: Das herrliche Wetter macht gute Laune und lädt zur Cabriofahrt ein. Doch Sonnenschein sorgt nicht nur für einen schönen, gebräunten Teint – die aggressive UV-Strahlung kann der Haut auch langfristige Schäden zufügen. Vorzeitige Hautalterung ist das eine – deutlich gefährlicher für unser Wohlbefinden wird es, wenn es um Hautkrebs geht. Hierzu sprachen wir mit der Münchner Dermatologin Dr. Moers-Carpi.

Oft bemerkt man beim frischen Fahrtwind die Intensität der Sonnenstrahlung nicht. Doch gerade bei Cabriofahrten gilt es, lichtexponierte Hautareale besonders zu schützen. Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Lichtschutzfaktor für die Haut und Lippen sind ein absolutes Muss. Über den richtigen Sonnenschutz im Cabrio, UV Index, Lichtschutzfaktor und Vorsorge lesen Sie hier mehr im Experteninterview mit Dr. Moers-Carpi.

Interview – Dr. Moers-Carpi über den richtigen Sonnenschutz im Cabrio

Frau Dr. Moers-Carpi, Sie empfehlen jedem einen täglichen Blick auf die Apple Wetter App zu werfen. Warum?

Scrollt man in der Wetter App runter, wird dort neben der Wettervorhersage auch der UV Index angezeigt. Dieser ist das Maß für die sonnenbrandwirksame Stärke der Sonne. Der Index variiert je nach Jahreszeit, Höhe, Breitengrad und Tageszeit. Von 0-3 kann man ohne Sonnenschutz das Haus verlassen, ab UV Index 4 sollte unbedingt ein Sonnenschutz aufgetragen werden. Ab UV Index 7 heißt es Hausarrest, so die WHO.

Was ist beim Auftragen eines Sonnenschutzes zu beachten und was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Sonnencremes brauchen ca. 20 Minuten bis sie wirken. Daher empfehle ich, sie schon zu Hause aufzutragen und nicht zum Beispiel erst im Cabrio oder auf dem Golfplatz. Schwitzt man nicht übermäßig oder gönnt sich einen erfrischenden Sprung in den Pool, reicht das einmalige Auftragen.

Der Lichtschutzfaktor ist übrigens der Indikator dafür, wie viel länger wir in der Sonne bleiben dürfen, als ohne Schutz. Hat man zum Beispiel Hauttyp 2 und trägt einen LSF 50 auf, darf man 2 x 50 Minuten in der Sonne bleiben. Und ja, man wird dennoch braun.

Hingegen macht es keinen Sinn mit einer Tagespflege mit Lichtschutzfaktor 15 zur Cabriofahrt aufzubrechen und dann in der Mittagssonne mit Lichtschutzfaktor 50 nachcremen zu wollen. Hier verhält es sich nämlich so, wie wenn sie einen Begrenzer auf 150 km/h eingebaut hätten, der wirkt dann halt. Den müsste man erst wieder ausbauen, in dem Fall also das Gesicht waschen, um dann den unlimited 50 Lichtschutzfaktor auftragen zu können und die ganze mögliche Sonnenperformance ausnutzen zu können und den richtigen Sonnenschutz im Cabrio zu haben. Auch die übrigen Schutzmaßnahmen bei Cabriofahrten – Hüte, Lippencreme mit Lichtschutzfaktor und Sonnenbrille – sollte man natürlich nicht vergessen.

Sonnenschutz im Cabrio
Gut behütet: Der richtige Sonnenschutz im Cabrio

Soll ich dabei einen mineralischen oder synthetischen UV-Filter verwenden?

Mineralische oder auch Physikalische UV- Filter bilden einen Schutzschirm auf der Haut, so dass die Sonnenstrahlen gar nicht erst eindringen können. Synthetischer Sonnenschutz reagiert hingegen erst in der Haut chemisch und schützt so vor Sonnenbrand. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Ihr Sonnenschutz, den Sie im Meer verwenden keine Inhaltsstoffe hat, die Korallen zerstören.

Lichtschutzfaktor - Sonnenschutz im Cabrio
Dr. Moers-Carpi beim Muttermalcheck

Auch wenn man sich mit dem richtigen Lichtschutzfaktor vor Sonne schützt, empfehlen Sie einmal im Jahr zur Hautkrebsvorsorge zu gehen. Sie haben eine Fotosammlung von mehr als 700.000 Muttermalen. Erzählen Sie mal.

Ich untersuche meine Patienten, nachdem wir individuelle Risikofaktoren und Anamnese besprochen haben, sprichwörtlich von Kopf bis Fuß, nur umgekehrt. Beginnend mit den Zehenzwischenräumen bis zur Kopfhaut fotografieren wir jedes auffällige Muttermal, um es im folgenden Jahr vergleichen zu können. Immer nach dem Prinzip der ABCDE Regel (Asymmetrie, Begrenzung – ausgefranst bedeutet hier ein Risiko, Colour – mehrfarbig bedeutet Risiko, Diameter – mehr als 0,6 cm bedeutet Risiko, Evolution – Wachstum bedeutet Risiko, Anm. d. Redaktion). Hierbei sind 2 Krebsarten zu unterscheiden. Schwarzer Hautkrebs ist sehr aggressiv, kann streuen und somit Organe angreifen. Der weiße Hautkrebs zeigt sich als rötlich bräunlich schuppender Fleck, streut nicht auf Organe und heißt daher weiß, weil unschuldig, und gut zu behandeln. Gerade der weiße Hautkrebs tritt gerne an lichtpositionierten Köperteilen auf, wie Kopf, Wangen und Hände, daher rate ich gerade bei Cabriofahrten unbedingt zu Lichtschutz, Kopfbedeckung und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen.

Zur Praxis von Frau Dr. Moers-Carpi: www.hautok.de

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Bilder: ©hautok; pixabay.com (bernswaelz), unsplash.com (Charbel Aoun)

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