Daniel Müller – Spitzenkoch und Snowboard-Fan

Daniel Müller ist ein echter Lokalmatador in St. Moritz. Der Küchenchef und Gastgeber im „Kulm Country Club“ stammt aus einer Gastronomen-Familie und betrieb selbst bereits verschiedene Restaurants im mondänen Skiort im Engadin. Wir haben mit Daniel Müller über seinen Werdegang und seine große Leidenschaft – das Ski- und Snowboardfahren – gesprochen und ihm einige Tipps zum Skigebiet in St. Moritz entlockt.

Bilder: ©Kulm Hotel; Derk Hoberg; Daniel Müller (privat)

Luxuriöse Hotels und gehobene Restaurants – in St. Moritz ist all das exquisiter als in den meisten anderen Alpenorten. Dass auch Wintersport in St. Moritz große Tradition hat und darüber hinaus allgegenwärtig ist, erkennt man auch im Kulm Country Club auf den ersten Blick. Zugehörig zum legendären Kulm Hotel, in dem einst der Wintertourismus erfunden wurde und in dem bis heute das Herz der traditionellen Cresta-Rennen schlägt – besticht auch das Interieur des Country Clubs durch zahlreiche historische Schlitten und sonstige Erinnerungsstücke aus der über 130-jährigen Geschichte dieser halsbrecherischen Rennen. Aber auch der Bob-Sport, Winter-Polo, Langlauf und allen voran das Skifahren erfreuen sich in St. Moritz seit jeher allergrößter Beliebtheit. Kein Wunder, bei der Pistenvielfalt, mit der die hiesigen Skigebiete aufwarten.

Der Kulm Country Club bietet einen optimalen Anlaufpunkt, um sich bestmöglich während eines spannenden Wintersporttags zu stärken oder diesen beim Dinner ausklingen zu lassen. Spitzenkoch Daniel Müller serviert hier italienisch-mediterrane Küche mit lokalen, frischen Zutaten und internationalen Einflüssen kombiniert. Mit Blick von der Sonnenterrasse auf die hoteleigene, aber öffentliche Eisfläche genießt man Speisen wie Rindsfilet mit Foie Gras, Schweizer Saibling, Risotto und Pasta zu großer Weinauswahl und in alpin-gemütlichem Ambiente – und kann sich gleich noch bei Küchenchef Müller die besten Tipps für die hiesigen Pisten abholen.

Interview mit Daniel Müller

Herr Müller, Sie stammen aus St. Moritz, haben im Laufe ihrer Küchen-Karriere sicher aber auch andere Ecken der Welt gesehen…

Daniel Müller: Ja, ich stamme von hier und bin auch tief in der Gastronomie verwurzelt. Meine Eltern haben fast 30 Jahre lang das gesamte Gaststättengewerbe auf dem Corvatsch – einem Berg hier in der Nähe – geleitet. Da war ich während der Skisaison im Winter immer dabei und habe bereits in jungen Jahren eines der Restaurants dort leiten dürfen. Meine Kochlehre habe ich hier im Ort im Badrutt‘s Palace gemacht, war danach im Tessin im Castello del Sole, das damals eines der besten Hotels der Schweiz war. Fünf Jahre lang war ich anschließend im Sommer auf Ibiza als Executive Chef in einem der besten Hotels dort, dem Ocean Drive. Das war toll als junger Mensch: Im Sommer auf Ibiza, im Winter in St. Moritz. Zwischendurch habe ich auch bei Reto Mathis im La Marmite auf der Corviglia, in St. Moritz´ Skigebiet, gekocht. Der Kaviar- und Trüffel König, wie ihn hier alle nennen ist ein Pionier der gehobenen Küche auf dem Berg, bei ihm habe ich viel gelernt. 2005 habe ich mich dann schließlich selbständig gemacht und das Restaurant Kascade und später auch das Mulos in St. Moritz eröffnet. Zwischenzeitlich hatte ich die ganze Gastronomie auf dem Corvatsch komplett übernommen, für die meine Eltern vorher ja zuständig waren. Dort war ich aber mehr Unternehmer als Koch und so entschloss ich mich, noch mal ins Ausland zu gehen, nach Asien, um weitere Erfahrungen als Koch zu sammeln. Nach meiner Rückkehr und der Eröffnung des Mulos kam der Anruf von Hoteldirektor Heinz Hunkeler vom Kulm Hotel und er stellte mir seine Idee des Country Clubs vor.

Was macht das Kulm Hotel aus Ihrer Sicht denn so attraktiv, dass Sie nicht widerstehen konnten und Ihre Selbständigkeit aufgegeben haben?

Daniel Müller: Das Kulm Hotel hat natürlich enormes Renommee und ist zudem einer der Austragungsorte des St. Moritz Gourmet-Festivals – jährlich versammeln sich die besten Köche der Welt bei uns. Das schöne ist dabei, dass die Gastköche nicht im Kulm selbst, sondern hier bei mir im Kulm Country Club sind und ihr Menü präsentieren. Ich habe in diesem Rahmen mit Sven Wassmer vom Quellenhof in Bad Ragaz und Asma Khan aus Indien schon tolle Kollegen erleben dürfen. Gerade Asma Khan, sie ist eine der bekanntesten indischen Köchinnen in England, war, was das Menschliche angeht, unglaublich bereichernd. Natürlich auch vom Kochen her, da habe ich mir einiges abschauen können.

St. Moritz bietet zudem den Vorteil eines tollen Skigebietes. Sie sind hier gewissermaßen auf Ski aufgewachsen, oder?

Daniel Müller: Ja, ich habe als Zweijähriger auf dem Corvatsch mit dem Skifahren angefangen. Fast früher, als ich laufen konnte. Als ich dann 10 war haben meine Kumpels und ich mit dem Snowboarden angefangen, einige davon sind jetzt in der Weltspitze und werden von großen Labels gesponsert. Sportlich sind wir hier oben alle auf einem relativ hohen Niveau und pushen uns natürlich auch gegenseitig. Nach meiner Lehre habe ich – das gehört als Einheimischer dazu, ja fast schon zum guten Ton – einen Winter lang auch als Ski- und Snowboard-Lehrer gearbeitet.

Nun ist das Kulm Hotel ja auch sehr eng mit dem Cresta Run verbunden, auch Ihren Country Club zieren alte Bobs und Schlitten der Kopfüberrodler – haben Sie diesen halsbrecherischen Sport auch schon mal ausprobiert?

Daniel Müller: Ich habe tatsächlich viel mit den Cresta-Rodlern zu tun, bin mit vielen befreundet und trotzdem selbst noch nie gefahren. Ich würde das sehr gerne mal ausprobieren, ich bin ja auch ein wenig draufgängerisch veranlagt. Aber ich kenne mich auch zu gut, ich würde da nicht langsam runterfahren, wahrscheinlich zu viel riskieren und dafür ist es ein zu gefährlicher Sport. Jeden Winter laufen zahlreiche Fahrer hinterher mit Gips herum und das kann mir nicht leisten. Ich brauche meine Gliedmaßen für meinen Job und könnte mir das nie verzeihen, wenn ich mir da echt was breche.

Wie sieht es denn mit einigen Tipps zum Skigebiet für unsere Leser aus?

Daniel Müller: Für mich ist die Corviglia das schönste Skigebiet überhaupt. Die Pisten sind sehr vielfältig und ein absolutes Plus ist natürlich die Gastronomie hier oben am Berg. So viele so gute Restaurants im Skigebiet findet man wahrscheinlich kein zweites Mal auf der Welt. Die Skihütten in Deutschland und Österreich haben zum Beispiel immer ein sehr ähnliches Angebot, hier ist aber jedes Restaurant auf etwas Bestimmtes spezialisiert.

Was macht das Skigebiet Corviglia denn neben der angesprochenen gastronomischen Vielfalt so besonders?

Daniel Müller: Die Pisten sind kurvig und abwechslungsreich, häufig sanft kupiert. Ein tolles Terrain. Auch die umliegende Landschaft und damit der Ausblick sind beeindruckend. Dazu sind die Pisten immer aufs Beste präpariert. Aber auch Freeriden ist hier toll und unglaublich vielfältig. Das aber bitte nur wenn man sich auskennt und auch dann nicht alleine! Am besten immer einen ortskundigen Guide nehmen. Ich empfehle das Freeriden in Maloja. Mit dem Tellerlift Aela geht’s dort nach oben und dann kann man schön steil und durch den malerischen Wald herunterpowdern.

Haben Sie eine spezielle Lieblingspiste?

Daniel Müller: Eigentlich nicht, ich liebe das ganze Skigebiet und bin sehr dankbar, hier aufgewachsen zu sein. Früher war ich jede freie Minute Ski- oder Snowboardfahren. Jetzt, da ich älter werde, schaue ich eher, wie ich da oben von einer Bar zur nächsten komme (lacht).

Wie sieht es mit einer Empfehlung in dieser Hinsicht aus?

Daniel Müller: Das Ambiente im Salastrains ist wirklich toll, man kann da sogar hochlaufen, oder eben von der Piste aus anhalten. Eine wunderschöne Terrasse mit Livemusik, die Stimmung ist toll und das Essen auch. Dann darf natürlich auch unsere Gourmetlegende Reto Mathis bei meinen Tipps nicht fehlen. Im Chesa Chantarella hat er 2017 den CheCha Club – ein Restaurant mit traumhafter Aussicht und angeschlossenem Club-Konzept – eröffnet. Dort bietet er, wie anfangs bereits erwähnt, Trüffel, Kaviar und allerlei weitere erlesene kulinarische Spezialitäten. Eine wirklich bunte Location und ein echtes Muss für St. Moritz-Besucher. Ein wenig lockerer kommt die Alpina Hütte daher, etwas weiter oben im Skigebiet gelegen. Dort legen DJs auf und man genießt gerne mal einen Brauljo anstatt Glühwein und einfaches, aber sehr gutes Essen.

Besten Dank für diese tollen Tipps und eine gute Ski-Saison in diesem Winter!

Schnell zum Luxus: www.kulm.com

 

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